Dr. phil. Katja Rose

 

Die meisten psychischen Beschwerden gehen mit Problemen im Kontakt mit anderen Menschen einer. Die Beziehungsfähigkeit ist beeinträchtigt, was oft als leidvoll erlebt wird. Eine psychodynamische Therapiegruppe bietet einen geschützten Raum, um diese Schwierigkeiten zu untersuchen und zu überwinden. Sie können viel über sich erfahren, beispielsweise, wie Sie mit anderen in Kontakt gehen und wie andere Sie sehen. In einem lebendigen und kreativen Prozess werden alte Verhaltensmuster wiederbelebt und verändert, neue Erfahrungen werden möglich. Sie lernen Menschen kennen, die ähnliche Schwierigkeiten und Beschwerden haben wie Sie. Sie lernen von- und miteinander, wie Sie mit diesen Schwierigkeiten umgehen können und unterstützen sich gegenseitig auf dem Weg der Veränderung. Diese Veränderungen brauchen Zeit, deswegen biete ich in meinen Gruppen ausschließlich Langzeittherapien (mindestens 60 Stunden) an.

Wem hilft die Gruppe?

Prinzipiell sind fast alle psychischen Störungen in der Gruppe behandelbar. Die von mir angebotene Gruppe richtet sich an Menschen mit (sozialen) Ängsten, Selbstunsicherheit, Depressionen, psychosomatischen Beschwerden oder Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu spüren und auszudrücken. Die Gruppe ist nicht geeignet für Menschen mit akuten posttraumatischen Beschwerden, starken Persönlichkeitsstörungen oder psychotischen Phasen.

Theoretischer Hintergrund

Mein theoretischer Hintergrund ist die Gruppenanalyse. Sie geht davon aus, dass Menschen leiden, wenn ihre Kommunikation blockiert ist. Mit einer Veränderung der Kommunikation werden Kräfte frei. Die von mir geleitete Gruppe ist bewusst wenig strukturiert, die freie Assoziation der Teilnehmenden hat viel Raum. Meine Aufgabe als Gruppenleiterin ist es, Ihnen eine positive Gruppenerfahrung zu ermöglichen und den dafür benötigten geschützten Raum zur Verfügung zu stellen. So kann jede Gruppe ihren eigenen Weg finden, die Themen zu bearbeiten, die für die Einzelnen wichtig sind.

Gruppen-Vorurteile

Vielen Menschen ist die Idee, sich den eigenen Schwierigkeiten in einer Gruppe zu nähern, zunächst unangenehm. Sie befürchten, in einer Gruppe nicht ausreichend Raum für die eigenen Schwierigkeiten zu haben oder von den Problemen Anderer stark belastet zu werden. Nicht selten haben Menschen schlechte Vorerfahrungen mit Gruppen (in der Schule, auf der Arbeit oder in der Freizeit) und fürchten, dass sich diese in einer Therapiegruppe wiederholen würden.

Dabei spricht Vieles für Gruppentherapie: Da mehr Menschen gleichzeitig behandelt werden können, sind die Wartezeiten meist kürzer. Dazu zeigt die Studienlage, dass sie in der Wirksamkeit der Einzeltherapie in nichts nachsteht. Die Besonderheiten der Gruppentherapie können die therapeutischen Prozesse sogar intensivieren. Psychische Störungen, die sich in zwischenmenschlichen Beziehungen zeigen oder dort entstanden sind, werden in der Gruppentherapie schnell aktualisiert und somit bearbeitbar. Auch bildet die Gruppe einen Raum, in dem man nicht nur über Probleme sprechen, sondern die Lösungen auch direkt ausprobieren kann. Anders als alltägliche Gruppen ist eine Therapiegruppe angeleitet. Meine Aufgabe als Gruppenleiterin besteht darin, die Gruppenprozesse so zu begleiten, dass Herausforderung und Schutz in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen.

Rahmenbedingungen

Die Gruppe findet in der Grabbealle 84 in 13156 Pankow statt, jeweils dienstags von 17:30 Uhr bis 19:10 Uhr. Die Abrechnung mit gesetzlichen und privaten Krankenkassen ist problemlos möglich. Sie können auch als Selbstzahler*in teilnehmen.

Vor dem Beginn der Gruppentherapie gibt es zunächst ein oder zwei Kennenlerngespräche (psychotherapeutische Sprechstunde), in denen geschaut wird, ob mein Gruppenangebot für Sie passen kann. Wenn eine Passung gegeben ist, widmen wir uns in insgesamt vier bis sieben Vorgesprächen der Diagnostik, Anamneseerhebung und Festlegung der Therapieziele, so dass Sie gut vorbereitet in die Gruppe gehen.